Rückenschmerzen Ade – lohnt sich der Kauf eines Wasserbetts?

Das Prinzip der Wassermatratzen gibt es schon seit Urzeiten. Naturvölker verschiedener Länder ließen das in Tierhäuten gefüllte Wasser tagsüber aufheizen, nutzten es nachts als wärmende Schlafunterlage und fanden so entspannenden Schlaf. In der heutigen Gesellschaft sind Rücken- und Gelenkschmerzen ein weit verbreitetes Leiden. Ein Wasserbett kann hier wirklich Abhilfe schaffen!

Obwohl Wasserbetten bereits seit mehr als 30 Jahren auf dem deutschen Markt vertreten sind, besteht teilweise immer noch eine gewisse Unsicherheit seitens der Käufer: zu hohe Kosten im Unterhalt, zu kompliziert beim Auf-und Abbau, zu unsicher in Bezug auf Wasserschäden im Schlafzimmer. Wir haben das Thema mal durchleuchtet und interessante Details gesammelt:


Vorteile von Wasserbetten

Wasserbetten verfügen über eine einzigartige Druckverteilung, durch die eine gleichmäßige Belastung entsteht. An den Stellen mit dem meisten Druck (Beckenbereich) wird das Wasser leicht verdrängt und führt gleichzeitig zur Unterstützung der Hohlräume (Lendenwirbelsäule, Kniekehle und Halswirbelsäule) – die Schlafunterlage passt sich also optimal dem Körper an, man „schwebt“ sozusagen im Schlaf. Unterschiedlich einstellbare Beruhigungsstufen runden den individuellen Komfort ab.

Weiterhin können Wasserbetten mit einem Dual-System (2 getrennte Matratzen) auch für jede Liegeseite separat temperiert werden. Gerade für den frierenden, meist weiblichen Teil des Bettes ein großes Plus!

Ein großer Vorteil von Wasserbetten ist auch der hygienische Aspekt. Der Bezug kann abgenommen und gewaschen werden, die Vinyl Oberfläche wird einfach abgewischt. Allergene, wie Hausstaub, Milben & Co. haben keine Chance, sich einzunisten – perfekt also für Allergiker und Asthmatiker.


Der Aufbau eines Wasserbetts

Ein Wasserbett besteht aus einem Sockel mit einer Bodenplatte. Darauf liegt das Heizelement. Bei den aktuellen Wasserbetten unterscheidet man hauptsächlich zwischen zwei Ausführungen:

  • Sotfside
    Der Wasserkern liegt in einer wärmedämmenden Schaumstoffwanne, die in jedes Bett eingebaut werden kann. Der Schaumstoffrahmen ermöglich ein angenehmes Ein- und Aussteigen. Softsidebetten sind aufgrund des Rahmens meist länger als das sonst übliche Maß von 200 cm.
  •  Hardside – die Urform des Wasserbetts
    Der Wasserkern wird ringsrum durch einen stabilen Möbelrahmen gehalten. Bei diesem System ist der Aussteigekomfort nicht immer gegeben (man sinkt im Wasserkern ab, während der Rahmen stabil bleibt). Hardside Wasserbetten waren die ersten Systeme auf dem Markt, werden jedoch mehr und mehr von den Softsidern eingeholt.

Neben dem Masterpiece-Bett, das die Eigenschaften von Softside und Hardside durch einen gepolsterten Möbelrahmen in sich vereint, gibt es noch weitere Varianten, wie z.B. Isolit (energiesparende Wasserbetten), Niveau (mit Ausgleichstank für unterschiedliche Benutzer-Gewichte) oder Gelbetten, denen eine dickflüssige Gel-Masse beigemischt wird.


Pflege & Nutzungsdauer

Sehr wichtig bei Wasserbetten ist eine gute Pflege. So müssen regelmäßig Pflegemittel (Konditionierer) verwendet werden, um Algenbildung oder „Umkippen“ des Wassers zu vermeiden.
Bei richtiger Pflege des Wasserbetts ist eine Nutzungsdauer von 15 Jahren keine Seltenheit. Im Vergleich zu „normalen“ Matratzen, die laut Experten alle 7-10 Jahre ausgetauscht werden sollten, ein weiterer Pluspunkt.


Sicherheit von Wasserbetten

Wie selten Wasserschäden durch einen Defekt der Betten sind, kann daraus abgeleitet werden, dass Wasserbetten ohne Zusatzkosten bei der normalen Haftpflichtversicherung gemeldet werden können.


Heizung & Kosten

Wasserbettenheizungen sind perfekt isoliert und dadurch absolut sicher. Selbst im Falle eines direkten Kontaktes mit Wasser ist kein Schaden zu befürchten. Auch die Sorge vor Elektrosmog ist aufgrund der technischen Weiterentwicklung laut den Herstellern unbegründet.
Die Kosten der Pflegemittel belaufen sich auf wenige Euro im Jahr und bei den Stromkosten können Sie von durchschnittlich 6-8 Euro/Monat ausgehen.


Gestaltungsmöglichkeiten

Wasserbetten gibt es in den unterschiedlichsten Variationen: Freistehend, auf einem Holzsockel oder farblich an die Schlafzimmereinrichtung angepasst. Mit einem hohen Einstieg in cooler Boxspringoptik inklusive Topperauflage und den klassischen Polsterelementen in unterschiedlichen Ausführungen. Auch runde oder oktagonförmige Wasserbetten finden sich im umfangreichen Sortiment der Hersteller. Gestalterisch sind also auch bei Wasserbetten keine Grenzen gesetzt!


Unser Fazit:

Nach unseren Recherchen sind Wasserbetten ein sehr interessantes Thema und wir sind auf jeden Fall der Meinung, dass sich die Anschaffung eines Solchen – vor allem in Bezug auf die Gesundheit – wirklich lohnen kann und bei der Anschaffung eines neues Bettes unbedingt in Betracht gezogen werden sollte.


Allgemeine Tipps:

  • Erkundigen Sie sich beim Kauf eines Wasserbetts unbedingt nach den enthaltenen Serviceleistungen, wie zum Beispiel Hilfe beim Umzug oder der Suche nach Ersatzteilen – auch nach mehreren Jahren.
  • Achten Sie beim Kauf der Bettdecken und Auflagen für Ihr Wasserbett unbedingt auf Produkte, die über eine gute Klimaregulierung verfügen – also atmungsaktiv, feuchtigkeitsausgleichend und wärmeregulierend sind.

Unser Sortiment…

… beinhaltet eine breite Produktpalette für den Wasserbettenbereich, angefangen mit Standardlaken und Schonbezügen bis hin zur Möglichkeit, Sonderanfertigungen nach Maß zu fertigen. Durch den Elastananteil passen sich unsere Artikel optimal an die Eigenschaften eines Wasserbetts an.

Hier finden Sie einen Fachhändler in Ihrer Nähe oder einen von uns empfohlenen Onlinehändler, bei dem Sie unsere Produkte bestellen können.


 



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