Welcher Schlaftyp sind sie?

Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass sie nachts gesund und komfortabel liegen – sei es in einem Boxspringbett, Wasserbett oder auf einem hochwertigen Schlafsystem aus Matratze und Unterfederung. Um die richtige Schlafumgebung (Bett, Matratze & Schlafraumtextilien) auswählen zu können, ist eine individuelle Analyse des Schlaftyps unumgänglich… 

Rat vom Fachmann

Der Schlafexperte und Präventologe Markus Kamps hat die Unterschiede in einem Sonderheft der Zeitschrift Haustex zusammengestellt, die wir gerne an Sie weitergeben.

Die verschiedenen Schlaflagen

Die Rückenlage

Die Rückenlage bietet eine enorme Druckreduzierung und hat einen gewissen Streckungseffekt, insbesondere dann, wenn das passende Kissen und die richtige Matratzenhärte definiert wird.

Die Seitenlage

Die Seitenlage ist eine tolle Entspannungslage, die noch unter Zuhilfenahme von verstellbaren Lattenrosten im Beinbereich, im Becken und im LWS-Bereich rückenfreundlich optimiert werden kann.

Die Bauchlage

Diese rückenunfreundliche Lage sollte in die besseren Seiten- oder Rückenlagen verändert werden. Anderenfalls muss das System fester gewählt werden, um ein Durchbiegen zu verhindern. Oft ist dies eine Ausweichhaltung, wenn das Bett in Seitenlage zu unbequem geworden ist:

Variante 1: Bauchlage weiterführen
Vermeidung eines Hohlkreuzes durch ein flaches oder kein Kissen bei festerer Matratze

Variante 1: Bauchlage entwöhnen
Dazu in eine bequeme Seiten- und Rückenlage wechseln, mit abgestimmter Kissenhöhe, Stützeffekte oder Einsinken von Unterfederungen und Matratze. Weichere Schulter- und stabile Becken- und Taillenpartie.

Die verschiedenen Haltungsarten

  • Flachrücken

    Bei Flachrücken sollten keine zu stark zonierten Matratzen mit zu viel Stützeffekten im LWS-Bereich verwendet werden. Die Festigkeitswahl hängt meist nicht von der Gewichtskomponente, sondern vom Muskelempfinden ab.

  • Rundrücken

    Je stärker der Rundrücken ist, desto wichtiger wird die Höhe-, Material- und Festigkeitswahl der Matratze. (Eher weicher und höher.) Außerdem sollte insbesondere bei Rundrücken und Rückenlagen der Kissenlösung eine höhere Beachtung geschenkt werden.

  • Hohlkreuz

    Je stärker das Hohlkreuz, desto wichtiger die passende Abstützung, ohne das Hohlkreuz zu verstärken. Die Einbeziehung der Wechselwirkung der Matratze mit dem Unterbau wird entscheidender. Außerdem muss die Größe beachtet werden.

Die verschiedenen Wärmetypen

Hitzer

Zudeckenhilfe – Synthetische Faserdecken: gut für Hygienefans und Leichtschläfer. Diese Fasern können eigentlich nicht pauschal beschrieben werden. Die Qualität hängt von der Bauschkraft (=Elastizität), dem verwendeten Fasermaterial, der Form der Faser (Vlies, Kügelchen, Korkenzieherform, etc.), der Ausrüstung (antistatisch, klimaregulierend, etc.) ab.

Frierer

Zudeckenhilfe – Daunen: gut für Frierer und Kuschelschläfer, denn Daunen sind sehr leicht und nehmen viel Feuchtigkeit auf. Die Herkunft und Qualität entscheidet über die Größe der Daune. Das Mischungsverhältnis mit Federn über das Gesamtgewicht bei gleichem Volumen über Elastizität und Lebensdauer, Wärmehaltung, Schnelligkeit der Erwärmung und Feuchtigkeitsaufnahme. Die Feinheit des Bezuges unterstreicht die Anschmiegsamkeit und das geringe Gewicht.

Schwitzer

Zudeckenhilfe – Schurwolle, Cashmere und Kamelhaar: gut für Schwitzer und Gewichtsschläfer, denn Naturhaare können etwa 40% Ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich dabei klamm anzufühlen. Diese beruhigenden Decken mit trocknender Wärme sind mit diesem Füllmaterial daher für stark schwitzende Personen geeignet. Hierbei sollte natürlich die richtige Wärmehaltung beachtet werden.

Die verschiedenen Figurtypen

  • Der A-Typ

    Birnenförmiger Figurtyp – das breitere Becken stellt neben der Taillenabstützung die Beratungsschwierigkeit dar. Tendenz zur höheren und im Beckenbereich weicheren Matratze in Abstimmung zur Gewichtsrelation.

  • Der I-Typ

    Schlanker, flacher Figurtyp – die leichten Schultern und die oft gleiche Gewichtsverteilung und das geringe Einsinkverhalten stellen hier den Beratungsschwerpunkt dar. Tendenz zur weicheren oder mittelfesten aber gleichmäßigeren Matratze.

  • Der O-Typ

    Volumen Figurtyp – die Stabilisierung des deutlichen Körperschwerpunktes in der Mitte und die ansonsten rundlicheren Körperbereiche stellen neben der unterschätzten Druckempfindlichkeit den Beratungsschwerpunkt dar. Tendenz zur festeren Matratze, aber gerne mit weicheren Bezügen.

  • Der V-Typ

    Athletischer Figurtyp – die breiteren Schultern, die Schulterabsenkung gekoppelt mit dem Stabilisieren des Beckens stellen den Beratungsschwerpunkt dar. Tendenz zur mittelfesten Matratze mit deutlichem Schulter/Becken Unterschied.

  • Der X-Typ

    Athletischer Figurtyp – die breiteren Schultern, die Schulterabsenkung gekoppelt mit dem Stabilisieren des Beckens stellen den Beratungsschwerpunkt dar. Tendenz zur mittelfesten Matratze mit deutlichem Schulter/Becken Unterschied.

Die verschiedenen Körperlängen

Körperlängenverhältnisse

Bei gleicher Größe gibt es trotzdem Unterschiede in Beinlängen oder Rückenlängen. Dies beeinflusst ggf. das Stütz- und Liegeempfinden im Becken- und Lendenbereich.

Längere Menschen

Je länger man ist, desto mehr sollte auf Bettposition, Bettlänge und auf die Übergänge Becken-LWS und Schulter-Kissen geachtet werden.

Kürzere Menschen

Je kürzer/kleiner Sie sind, desto mehr sollte insbesondere auf die Position im Bett und auch auf weniger ausgeprägte LWS-Stützen in Standardanordnung geachtet werden.

Das ADK Einteilungsprinzip

  • Anmess- und Anpasssysteme

    Hier werden entweder Matratzen oder Unterfederungen individualisiert. Lattenrost und Unterbau sind immer in Abstimmung mit der Matratze (meist Schaum, Latex) zu sehen. Entweder gleichwertig oder der Unterbau ist oft sogar wichtiger (Ideal für V und X, bedingt O, schlechter meist für I und A.).

  • Druck- und selbstregulierende Systeme

    Selbstregulierung über Verdrängung oder extremer Nachgiebigkeit durch das jeweilige Körpervolumen. Hier sind Matratzenlösungen oder Sondersysteme wie Luft, Öl, Gel, Wasser und Visco bekannt (Ideal für I und A, bedingt O, schlechter meist für X und V.).

  • Komfort- und Materiallösungen

    Komfortorientiert und materialbezogen wird über Bauhöhen und verschiedensten Materialien, z.B. bei Taschenfederkern, Boxspringbetten der Körperanpassung die Hauptbedeutung gegeben (Ideal für A und O, bedingt V, schlechter meist für I und X.).

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Analyse! Unser Beitrag: Der Betten-Check kann Ihnen nun bei der Auswahl Ihres neuen Bettes, der Matratze und dem Lattenrost behilflich sein. 

Wir bedanken uns für die Freigabe der Texte und Grafiken durch die Haustex-Redaktion.

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